14.10.2017

Lehrgang mit Pascal Senn

Datum: 14.10.2017
Ort: Wangen /


„Schöner kann man sich bei Karatekas nicht bedanken“

Wangen (manu) – Schöner kann man sich bei Karatekas nicht bedanken: für das Engagement und den Einsatz der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer beim reibungslos abgelaufenen „Kata-Spezial“-Lehrgang im Mai organisierten die beiden Wangener Karate-Vereine Butoku-Kai und Taku Ku Kan am 14. Oktober einen Helferlehrgang mit anschließendem Helferfest.

Zum Helfer-Lehrgang kam Pascal Senn aus Baden-Baden in die Lothar-Weiss-Halle und er wusste zu begeistern und zu faszinieren, ohne dass der Spaß zu kurz kam. Als hochdekorierter Kämpfer legte Pascal seinen Schwerpunkt natürlich auch in Wangen auf´s Kumite (Kampf).

Thema waren die (grundlegenden) Heian-Katas und deren Anwendung, wobei er Anwendungen zeigte und üben ließ, die bewusst nicht den üblichen Anwendungen (Standard-Abwehr und Konter gegen gerade Fauststöße) sondern eher einer Situation eines Straßenkampfes entsprachen (Schwinger als Angriff) mit Blocktechniken und schnellen Kontern aus kurzer Distanz, unangenehmen Griffen ins Gesicht mit teilweise anschließenden Würfen. Für viele ein „Aha-Erlebnis“, was so alles in den „simplen“ Shotokan-Grundkatas des klassischen Karates an Anwendungspotential bezüglich der Selbstverteidigung steckt, wenn man sie denn überhaupt übt und gelehrt bekommt.
Abstand und Zielgenauigkeit vermittelte er genauso wie starke, explosive Techniken und Taktik. „Es gibt viele schöne und effektive Karate-Techniken, was aber immer geht und im Wettkampf meist am besten funktioniert, das ist ein sauberer Gyakuzuki (ein gerader Fauststoß mit Hüfteinsatz)“. Den Gegner beobachten, einen Angriff provozieren und dann blitzschnell mit Gyakuzuki den Punkt machen – bei Pascal klingt das ganz einfach und sieht, wenn er´s vormacht, ganz leicht aus, beim Selbermachen wird dem ein oder anderen schnell klar, dass da noch viel zu üben ist.
„Ihr macht das schon deutlich besser als am Anfang“ strahlt Pascal am Ende der vier Trainingseinheiten und mit viel Applaus als Dank für einen tollen Lehrgang ging der schweißtreibende Teil des Helfertages zu Ende und fand anschließend bei Alfons im Dorfstüble in Maria-Thann seinen krönenden Abschluss. Dort wurde für die Geburtstagskinder gesungen und die Jugendlichen hatten noch genug Energie zum akrobatischen Tanzen in Freien. Die Gespräche bei asiatischen Köstlichkeiten drehten sich natürlich hauptsächlich – wen wundert´s – um´s Karate und ob der Pascal vielleicht mal wieder nach Wangen kommt…

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