28.04.2017

„Ni-Ju Nen“ – seit 20 Jahren auf dem Weg des Karate-Do

Datum: 28.04.2017 30.04.2017
Ort: Barleben /

 

„Ni-Ju Nen“ – seit 20 Jahren auf dem Weg des Karate-Do

Anlässlich seines zwanzigjährigen Bestehens, hatte es sich der „Hatsuun Jindo“ Karate-Club Magdeburg-Barleben e.V. zur Aufgabe gemacht, Karatekas zusammen zu bringen und ihnen ein großartiges Event zu bieten: den „Ni-Ju Nen“. So wurden Kontakte nach Japan und Südafrika geknüpft, um zwei Meister für das Jubiläum zu gewinnen, die sich bereits im Finale des World-Cups gegenüber standen: Toshihito Kokubun und Johan La Grange. Um die Riege zu komplettieren freute sich der HKC auch Shinji Akita begrüßen zu dürfen.

Der Ausschreibung des Vereins sind unglaubliche 430 Karatekas aus ganz Deutschland und Tschechien gefolgt. Veranstaltungsort war der Komplex der Mittellandhalle in Barleben, mit seinen zwei Dreifeldhallen unter einem Dach. Am Freitag, den 28. April ging es bereits mit der ersten Einheit los und die Oberstufe durfte einen Eindruck vom südafrikanischen Training des dortigen Chief-Instructors Johan La Grange bekommen. Korrektes Ausholen beim Blocken in Verbindung mit optimalem Hüfteinsatz waren das Grundthema und das erklärte Ziel: schneller werden. Mit zahlreichen Richtungs- und Seitenwechseln, hatten nicht nur die Karatekas ihren Spaß, sondern auch Sensei La Grange beim Anspornen zu Höchstleistungen. Am Samstag setzte er sein Training vom Abend zuvor schweißtreibend fort. Hinzu kam nun der Wechsel der Bewegungsrichtung beim Angriff im Kumite. Schräg ausgeführte Zukis, die schnelle Wendung des Körpers durch Hüfteinsatz und den Partner zu Boden bringen.

In der zweiten Einheit des Tages stand die Oberstufe Sensei Toshihito Kokubun gegenüber, der die Vorwärtsbewegung und die Wendungen in der Kata Heian Shodan im Detail durchging und dabei jede Bewegung in zwei Teile zerlegte. Hier war gute Fuß- und Beinarbeit der Teilnehmer gefragt. Nachdem geübt wurde, sich sicher und ordentlich zu bewegen und zu stehen, ging es daran, dem Gegner eben diesen Stand während einer Partnerübung zu nehmen und ihn zu Boden zu bringen.

Das letzte Training am Samstag leitete dann Sensei Akita, der auf eine gerade Körperhaltung bei der Ausführung des Kihontrainings Wert legte. Seine zuvor erlernte Kombination aus Blöcken wurde dann in Zusammenarbeit mit dem Partner vertieft. Wieder hieß es schneller werden und nicht verkrampfen.

In der Zeit zwischen den Einheiten gab es die Möglichkeit die Sonne im Hof der Mittellandhalle und das vom Verein organisierte kleine Markttreiben zu genießen. Das Abendprogramm wurde durch einen Vergleichskampf der Vereine eingeläutet. Fünf Mannschaften wurden hier gestellt und am Ende ging das Team des Dojos Siegen als Gewinner hervor. Damit war der offizielle Teil des Samstags abgeschlossen und die Party auf dem Innenhof mitsamt DJ und Live-Band konnte starten. Bei lautem Gesang, Freibier und ausgelassenem Tanz ging die Feier bis spät in die Nacht.

Trotzdem standen am nächsten Morgen wieder alle in der Halle, zu den letzten zwei Einheiten des „Ni-Ju Nen“. Den Anfang machte Sensei Akita mit Kata. Schnelle Fortbewegung war erneut das Ziel, indem die Schwerkraft genutzt wird und man sich selbst in Drehungen ein Bein „nimmt“, um kontrolliert in die richtige Richtung zu fallen.

Zuletzt verblüffte nochmals Sensei Kokubun mit seinen geschmeidigen, fließenden und schnellen Bewegungen. Die Karatekas standen nun vor der Aufgabe, diese selbst umzusetzen. In einer Partnerübung wurde versucht aus einer lockeren Haltung heraus zunächst eine Spannung in den Beinen durch Kontraktion aufzubauen und diese dann auf den Partner gerichtet zu lösen. Eine Aufgabe, die die Karatekas noch im Dojotraining weiter vertiefen werden.

Der HKC ist dankbar über jeden Mitwirkenden, sei es als Teilnehmer, Zuschauer, Kampfrichter oder als einer der 50 Helfer vor Ort. Gemeinsam wurde ein Erlebnis kreiert, dass einem zwanzigjährigen Jubiläum mehr als würdig war und das auch das weitere Potential des Vereins zeigte.

Bilder:

Autor:

Name: Bianca Walsleben
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